Waldhonig

wald

Wissenswertes über diesen Honig

Waldhonig ist ein Honig der sich von allen anderen Honigen fundamental unterscheidet. Während die meisten Sorten aus Nektar bestehen, so entsteht Waldhonig aus einer Substanz, die der Imker als Honigtau bezeichnet. Darunter versteht man zuckerhaltige Ausscheidungen von verschiedenen Lausarten, die vor allem auf Fichte und Tanne leben. Um Waldhonig ernten zu können, müssen diese Läuse in sehr großer Anzahl vorhanden sein und die Witterung muss stimmen. Doch damit es zu einer Massenvermehrung der Honigtauerzeuger kommen kann, muss auch schon der vorhergegangene Herbst, der Winter und der Frühling gut für eine Entwicklung gewesen sein. Somit greifen eine Vielzahl an Faktoren ineinander und begünstigen oder verhindern eine Waldhonigernte. Im Durchschnitt kann nur etwa alle vier Jahre am selben Standort Waldhonig geerntet werden. Das heißt, die Prognose ob, wo und wann es zu einer Honigtauausscheidung kommt, ist eine ganz besondere Herausforderung für den Imker. Deshalb beobachten ich und einige meiner Kollegen das ganze Jahr über die Entwicklung der Lauskolonien um im Falle des Falles mit starken Völkern am richtigen Ort zu sein. Nur durch kontinuierliches Beobachten kann eine regelmäßige Ernte dieser Köstlichkeit gelingen. Für mich ist der Juni und Juli immer die spannendste Zeit im Bienenjahr, gibt es dieses Jahr Waldhonig? Wenn ja, wo? Spielt das Wetter mit? Waldhonig schmeckt unverkennbar und bleibt aufgrund seines hohen Fruktoseanteils lange Zeit flüssig. Er ist somit ideal zum Kochen oder für den Tee. Doch ist flüssiger Honig nicht bei allen beliebt, um auch diesen Kunden den Geschmack des Waldes nicht vorenthalten zu müssen habe ich seit einiger Zeit auch cremigen Waldhonig im Sortiment. Besonders leicht kann dies erreicht werden, in Jahren in denen die Schwarze Fichten Rindenlaus in großer Zahl vertreten ist.  Ihr Honigtau enthält einen Dreifachzucker der das Cremigrühren möglich macht.

 

2013 gab es reichlich Waldhonig, die Vöker waren entsprechend groß

Diese Völker stehen im Altdorfer Wald, 2013 hat sich das Beobachten gelohnt.
Die Völker standen zur richtigen Zeit am richtigen Ort!