Sommerhonig

sommer

Wissenswertes über diesen Honig

Sommerhonig bedeutet, dass er neben Nektar auch Honigtau, also Waldhonig enthält. Er steht also zwischen einem Blütenhonig und Waldhonig. Normalerweise sammeln die Bienen diese Honigsorte in Jahren, in denen der Lausbesatz an Fichte und Tanne nicht ausreicht für einen Waldhonig. Doch auch in Waldhonigjahren kann dieser Honig von den Bienen zu einer Zeit gesammelt werden, in der noch Blüten blühen es aber auch schon Honigtau in den Wäldern zu holen gibt. Typische Sommerhonigstandorte sind Kahlschläge oder Sturmwurfflächen, denn dort wachsen wilde Him – und Brombeeren, welche den Hauptanteil des Sommerhonigs in den meisten Jahren ausmachen. Doch auch Weidenröschen blühen an diesen Standorten. In manchen Jahren honigt auch der Weißklee sehr gut und steuert seinen Anteil bei. In anderen spielt die Linde eine bedeutende Rolle. In Jahren, in denen der Wald gut honigt, kann man mit seinen Bienenvölkern Blühflächen oder Brachen anwandern, die weit genug von Wäldern entfernt sind und bekommt so einen tollen Mix zwischen Honigtau und vielen unzähligen Blüten. Da in keiner anderen Sorte so viele potentielle Nektarlieferanten in Frage kommen, fällt Sommerhonig in keinem Jahr gleich aus. Jedes Jahr ist anders, in feuchteren Jahren enthält er mehr Weißklee und Linde und in trockenen, heißen Jahren mehr Brom- und Himbeere. Somit spiegelt Sommerhonig den Charakter eines Jahres wieder wie kein anderer Honig. Geschmacklich ist der Sommerhonig milder als Waldhonig, doch würziger als Blütenhonig mit vielen kleinen versteckten Nuancen.

 

Bienenvölker in einer Blühmischung bei Bad Waldsee

Bienenvölker in einer Blühmischung, hier blühen eine Vielzahl an verschiedensten Pflanzen